less is less – in a good way!
I have been OBSESSED with de-cluttering. ‘again..’ my boyfriends says, mildly smiling. He fully supports my ‘I-want-to-be-free-of-stuff’ actions, and is pretty good in having little himself. But today I remembered, I used to have very little, and love it. Somewhere along the way I picked up more and more. Around the time I started working a regular, ‘normal’ job, I thought I needed matching bathroom mats, various clothing for various occasions, this cd and that cd, a monstrous and not so comfy couch, decoration for here and there, and so on. It was me, trying to be normal. Well I always felt a little bit like an imposter, like it wasn’t really me doing all this. So now, I have to try to get rid of all the thingies again.
I made up a rule for myself:
- no more new things come into the house before the old ones are used up – meaning: I will buy no more tea until we have used up the one that is already here. I will buy no more books until I have read (or discarded or given away) all the ones that sit around never having been looked at
For some reason I think back at the unfortunate time many years ago when I had no money, and even buying a book seemed more than I could afford. Well at that time I made stuff. I did things that are for free (and many fun things are), I discovered the library, and spent far less time worrying about finding something.
So, this is what I want: more time to spent with my boy, make more things myself, have my apartment simple so it can be easily cleaned and taken care of, and do more fun stuff that does not involve consuming. Especially now before Christmas, I decided to refuse going shopping. Nothing worse than dragging a baby carriage through the sludge only to end up in some overheated and crowded shopping-space.
3) JEDES TEIL NUR EINMAL IN DIE HAND NEHMEN
Ein Schlüsselpunkt! Kein “später”, “dann” oder “bald”, es gilt nur: “JETZT”. Deal with it. NOW! Das ist einer der Schlüsselpunkte, weil es um die Entscheidungshilfe geht. Ich habe für mich gerade eine sehr wichtigen Schritt getan, und die Wörter, besser gesagt Wortkombination “vielleicht irgendwann” ersatzlos aus meinem Wortschatz gestrichen. “Das könnte ich vielleicht irgendwann noch einmal brauchen” “Vielleicht habe ich irgendwann Zeit, xxx fertig zu stellen” Yeah right, and when would that be?
Offene Projekte unbedingt mit einer Deadline versehen. (“Bis zum 22. stelle ich das Bastelprojekt fertig,..”). Es ist herzzerreissend, wenn man nach dieser Methode, also hier und jetzt, ausmistet und sein Zeugs betrachtet. Die vermeintlichen Schätze, die angesammelt wurden für das andere Leben, das man vielleicht irgendwann umsetzten will und realisieren muss dass es sich höchstwahrscheinlich doch nicht ausgeht. Es ist traurig, die Dinge aus der Vergangenheit loszulassen, die Jeans in die man wahrscheinlich doch nie wieder reinpassen wird. Falls ich fünfzehn Kilo abnehme, dann gönn ich mir jedenfalls eine neue. Und was das alles gekostet hat! Das gute Geld das ausgegeben wurde, dies oder jenes anzuschaffen, das sich dann doch als Fehlkauf entpuppt hat, nicht einfach.
Wie auch immer – hier und jetzt – das sind die Schlüsselwörter mit denen jeder einzelne Gegenstand geprüft wird. Laut Paretos Prinzip nutzen wir 20% der Dinge 80% der Zeit. Das gilt es herauszufinden. Ich für mich habe mir wieder einmal meinen Kleiderschrank vorgenommen, da zeigt sich Veränderung bei mir am Meisten, und es fällt mir auch am leichtesten da leichter zu werden. Vorerst habe ich sämtlich Teile, die mehr Plastik als sonstwas enthalten weggegeben. Und seit mein Sohn auf der Welt ist, ist mir Nachhaltigkeit viel wichtiger geworden. Ich will meine wertvolle Zeit nicht vergeuden irgendetwas zu suchen.
Zurück zum Punkt:
alles nur einmal in die Hand nehmen und entscheiden:
Entscheidungshilfen:
- Pareto: wir nutzen 80% der Dinge nur 20% der Zeit – was kann gehen, und was sind die 20% die wir nutzen und lieben?
- 3-Kisten-Methode (Schatzkiste, Recycling/Verschenken, und Müll) oder
- “Love it, Change it, Leave it”
- “vielleicht irgendwann” streichen, jetzt, hier, heute zählt
- wenn es sein unbedingt muss, eine konkrete Deadline festsetzen (zur Fertigstellung, Rückgabe etc)
——– wo mir noch “Rückgabe” in den Sinn kommt: fast alles, was einem nicht gehört ist überflüssig.
Und allererste Verpflichtung bei einer Trennung, einem Umzug, einer WG-Auflösung: allen Krempel mitnehmen!
Peter Walsh, dessen Buch “It’s all too much” ich sehr empfehlen kann, schreibt:
“you only have the space you have” —- einfacher geht’s wohl nicht, und wie wahr!
Dieser einfache Satz hat mich lange beschäftigt. Ich lasse das mal so stehen.
2) SET A TIMER
Wenn man nur annähernd so ein Deadline-Junkie ist wie ich, dann wird diese Methode Wunder wirken:
eine Uhr stellen. Unterteilungen in 10 oder 20 Minuten Abschnitte eignen sich meiner Meinung nach am besten, um etwas anzupacken, ohne dass man sich verzettelt. Ich habe schon begonnen mit der Intention, auszumisten, und bin Stunden später über alten Fotos gesessen, nostalgisch. That is not the point! Kurze Deadlines helfen, einen Rahmen zu finden. Ich werde selbstverständlich immer ehrgeizig und bemühe mich, das Beste herauszuholen. Ein leidiger Trick, aber es wirkt jedes Mal! Ausserdem macht es Aufgaben überschaulicher, jeden Tag 10 Minuten gehen sich auch aus neben einem Fulltime-Job.
1) KLEIN ANFANGEN
nicht gleich „die Wohnung“ aufräumen, sondern klein und überschaubar beginnen.
Zum Beispiel: eine Schublade, ein Regalbrett, ein Eckchen, eine Kiste.
Dann, alles ausräumen und auf den Boden legen, Kleider aufs Bett, oder auf irgendeiner Ablagefläche ausbreiten.
Das hilft, um Überblick zu bekommen und es ist leichter, sich von etwas zu trennen, bevor man es wieder einräumt, als etwas irgendwo herauszuziehen und es dann entsorgen. Und ganz wichtig: brauche ich das wirklich? (mehr dazu im nächsten Tipp)
Oder, wie mein Freund P. vorschlägt: „best thing to do is take all ur stuff out on the street. then anything ur willing to carry all the way back upstairs is wirth keeping.“ That is sort of the point of it all.. Do I really need this?
Ein wichtiger Punkt noch zu der ganzen Idee: es geht nicht darum, nichts zu besitzen, nichts zu wollen oder wie eine Nonne im Kloster zu leben. Ganz im Gegenteil, ich liebe Dinge, Kleidung, Make Up, Schuhe und vieles mehr. Aber es geht darum, nicht schwer zu werden von dem Besitz.
Das was wir haben, soll nicht uns besitzen sondern uns das Leben leicht machen und vereinfachen. Kleider mit Löchern, abgeschlagenes Geschirr, miese Bücher..? Muss nicht sein. Sich von Dingen zu trennen bedeutet auch, im Fluss zu sein – vorausgesetzt man mag auch gerne einkaufen, so wie ich. Aber das Zeug muss auch irgendwo untergebracht sein, und neue Regale lösen keine Probleme.
25 Paar Schuhe
Gestern Nacht habe ich meinen Schuhschrank begutachtet. Natürlich nach meiner Lieblingsmethode: alles ausräumen und auf den Boden damit. 25 Paar Schuhe waren es, FlipFlops inklusive, von Manolos bis Gummistiefel (alle erwähnten bleiben selbstverständlich in der Sammlung!). Bei 25 Paar Schuhen kann ich fast einen Monat lange jeden Tag ein anderes Paar tragen! Ich finde es mehr als genug. Jedenfalls wurden alle Paar probiert, begutachtet, geputzt, für Reparatur oder zum Verschenken vorgemerkt, ein einge ausgemistet und dann wieder einsortiert.
Mein Faible für das Sortieren, Ausmisten und Ordnen begann vor einigen Jahren, als ich mit einem stolzen Einkauf nachhause kam, einer roten Hose (die ist auch schon längst wieder ausgemistet). Ich musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich ein identes Paar bereits im Kasten hängen hatte. Not OK! Ich wusste nichts mehr von der vorigen Hose, und obwohl mir bewusst wurde dass ich offensichtlich einen eindeutigen Stil habe, wurde mir auch bewusst, dass ich keinen Überblick hatte über meine Sachen. Und da begann es, die Liebe zum Ausmisten, die regelmäßige Innenschau und Überprüfung der Prioritäten, die Freude am Nichts-Suchen-Müssen. Damals begann die erste Ausmisteaktion noch spirituell angehaucht: ich habe mich von jedem Teil verabschiedet und sogar alles was ich weggegeben habe in einer Liste notiert.
Nachdem ich fertig war haben wurde der Container für die Altkleidersammlung ausgetauscht in einen wesentlich größeren!
Das schwierigste ist natürlich immer der Anfang, ein paar Tipps für den Start und das gute Gelingen folgen